Fokusgruppen

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Fokusgruppen

In den europäischen WPA-Sektionen wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche Fokusgruppen für bestimmte Hühnervogelarten gegründet. Sie bilden das Rückgrat der ex-situ-Arbeit ( = Erhaltungszucht in den Volieren) der WPA.
Die in den Fokusgruppen aktiven Privathalter verfügen über ein enormes Potential mit der Haltung, Vermehrung, Zuchtbuchführung und DNA-Technologie. Darüber hinaus arbeiten sie oftmals in Kooperation mit anderen Organisationen, wie der Aviornis, GAV und zoologischer Einrichtungen, zusammen.
Die Fokusgruppen stehen grundsätzlich allen Mitgliedern aller WPA-Sektionen offen. Auch gegenüber interessierten Nichtmitgliedern sind die Fokusgruppe in der Regel aufgeschlossen.

Übersicht der Fokusgruppen

FOKUSGRUPPE ÄHRENTRÄGERPFAU

Ansprechpartner:

Die Fokusgruppe Ährenträgerpfau befasst sich mit …

Informationen zu den Ährenträgerpfauen

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE NÖRDLICHE HELMHOKKOS

An dieser Stelle wird eine Beschreibung der jeweiligen Fokusgruppe eingesetzt.

Ansprechpartner: Simon Bruslund, Schützenhausstraße 35 b, 69151 Neckargemünd  /  Email: wpadeutschland(at)hotmail.de

Die Fokusgruppe Nördliche Helmhokkos befasst sich mit …

Informationen zu den Nördlichen Helmhokkos

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE Kammhühner

Ansprechpartner: Carsten Wend, Linnenstraße 28, 33699 Bielefeld / E-Mail: anitawend(at)gmx.de

Die Fokusgruppe Kammhühner befasst sich mit …

Informationen zu den Kammhühnern

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE EDELFASANEN

Ansprechpartner: Erwin Burkart, Karlstraße 7, 76287 Rheinstetten  /  Email: erwin.burkart(at)web.de

Die Fokusgruppe Edelfasanen befasst sich mit dem Erfassen und Erhalt der Bestände des Edelfasans (Phasianus colchicus) und des Japanischen Buntfasans (Phasianus versicolor) in ihren Unterarten.

Informationen zu den Edelfasanen

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE GELBSCHWANZFASANEN

Ansprechpartner: Hubertus Erlei, Pfauenweg 20, 33397 Rietberg / Email: h.erlei.(at)freenet.de

Die Fokusgruppe Gelbschwanzfasanen hat sich zur Aufgabe gemacht, die Volierenbestände der Gelbschwanzfasanen zu sichten und durch gezielte Zucht den Erhalt dieser Fasanen in den Volieren zu sichern.

Informationen zu den Gelbschwanzfasanen

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE KUPFERFASANEN

Ansprechpartner: Tim Lovel

Die Fokusgruppe Kupferfasanen befasst sich mit …

Informationen zu den Kupferfasanen

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE OHRFASANEN

Ansprechpartner: Ludo Pinceel

Die Fokusgruppe Ohrfasanen befasst sich mit …

Informationen zu den Ohrfasanen

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE PFAUFASANEN

Ansprechpartner: Michael van Duijnhoven

Die Fokusgruppe Pfaufasanen befasst sich mit …

Informationen zu den Pfaufasanen

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE SCHWARZFASANEN

Ansprechpartner: Manfred Prasch, Kaindorf 169, A – 8224 Kaindorf  /  E-Mail: Manfred.Prasch(at)s.gendarmerie.gv.at

Die Fokusgruppe Schwarzfasanen befasst sich mit …

Informationen zu den Schwarzfasanen

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE SILBERFASANEN

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ansprechpartner: Reinhard Mehrkens, Wiesenweg 27, 21698 Harsefeld  /

Die Fokusgruppe Silberfasanen befasst sich mit dem Erhalt der Unterarten des Silberfasans (Lophura nycthemera) sowie den Bindegliedsarten zu den Schwarzfasanen, dem Crawfurd- und Strichelfasan.

Informationen zu den Silberfasanen

Die allseits bekannten Silberfasanen stammen ursprünglich aus Ostasien und haben dort 15 unterschiedliche Unterarten gebildet. Sie unterscheiden sich teils stark voneinander in Größe, Farbgebung und Zeichnung. In Vergangenheit gelangten vereinzelt Importe nach Europa. Während der Südchinesische Silberfasan (Lophura nycthemera nycthemera) wohl zu den bekanntesten Unterarten zählt, gelangte in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Berlioz-Silberfasanen (Lophura nycthemera berliozi) aus Vietnam nach Europa. Bedauerlicherweise wurden Unterarten-Hybriden gezüchtet, die schnell den Großteil der gehaltenen Silberfasanen ausmachen sollten. Am Ende des Jahrhunderts folgten die Jones-Silberfasanen (Lophura nycthemera jonesi) und Lewis-Silberfasanen (Lophura nycthemera lewesi). Nur einige wenige Idealisten haben sich dem Erhalt letzterer beiden Arten verschrieben. Gegenwärtig sind diese Silberfasanen die einzigen, die sich direkt auf Importe zurückführen lassen.

Die beiden Bindegliedsarten zu den Schwarzfasanen kommen geografisch westlicher vor. Im Gegensatz zu Silberfasanen färben Crawfurdfasanen (Lophura leucomelanos crawfurdi) und Strichefasanen (Lophura leucomelanos lineata) schon im ersten Jahr ins typische Hahnenkleid um, während dies bei den Silberfasanen erst im zweiten Jahr der Fall ist. In der Färbung und Erscheinung sind sie jedoch den Silberfasanen ähnlicher als den echten Schwarzfasanen. Auch diese beiden Arten sind in den Volieren nicht häufig anzutreffen. Besonders der Crawfurdfasan scheint in Vergessenheit geraten zu sein. Bei den gehaltenen Strichelfasanen besteht hingegen ein großes Hybridproblem, denn viele Exemplare zeigen Merkmale, die auf Einfluss des Crawfurdfasans schließen lassen. Auch vom Crawfurdfasan gibt es noch direkte Importlinien.

Wer Interesse an dem Erhalt der vielfältigen und einzigartigen Silberfasanen-Unterarten sowie den Crawfurd- und Strichelfasanen hat, möge sich mit dem Fokusgruppenleiter in Verbindung setzen.

Ansprechpartner: Florian Preiß, Mühlweg 10, 35085 Ebsdorfergrund, Tel. 06424 943590 / E-Mail: Florianp1998@hotmail.com

Die Fokusgruppe Wallichfasanen befasst sich mit dem Monitoring der europäischen Bestände dieser als „gefährdet“ eingestuften Fasanenart.

Informationen zu den Wallichfasanen

Der Wallichfasan (Catreus wallichii) gehört der monotypischen Gattung Catreus an.
Die Art bewohnt den westlichen Himalaya von Nordpakistan bis Kaschmir und nach Himachal Pradesh und Uttarakhand in Indien, sowie Ost- und Zentral-Nepal.

Dort bewohnt er steile, felsige Gebiete, die von Gestrüpp, hohem Gras und vereinzelten Baumgruppen bewachsen sind. Während er von April bis Juni in Höhen von 1500 m-3050 m vorkommt, steigt er im Winter in tiefere Lagen herab.
Die Gelegegröße umfasst 6-12 Eier, die Jungtiere werden von beiden Elterntieren aufgezogen.
Die Nahrung besteht überwiegend aus Wurzeln, Knollen und Zwiebeln, die mit dem großen Schnabel ausgegraben werden. Ergänzt wird die Nahrung durch Sämereien, Beeren und Kerbtiere.

Die Bestände des Wallichfasans in freier Wildbahn sind rückläufig. Der aktuelle Bestand wird von der IUCN auf ca. 2000-4000 adulte Tiere geschätzt und daher als „vulnerable“ (gefährdet) eingestuft. Aktuellere und genauere Zahlen gibt es jedoch zurzeit nicht, weshalb der derzeitige Bestand auch größer oder kleiner sein kann.

Die Gründe des Rückganges liegen an dem starken Jagddruck und der Fragmentierung und Zerstörung des Lebensraumes. Die Bedrohung wird wohl in Zukunft durch das Bevölkerungswachstum noch zunehmen.

Auch die Bestände in menschlicher Obhut sind abnehmend. Zudem gibt es Anzeichen von Inzuchterscheinungen.
Um den Wallichfasan in Europa dauerhaft zu bewahren und eine Reservepopulation zum Wildbestand aufzubauen, hat sich die Fokusgruppe für Wallichfasanen in der WPA Deutschland gegründet.

Die Ziele der Fokusgruppe sind:
– den Bestand an Wallichfasanen in Zoologischen Gärten und bei Züchtern zu vergrößern,
– die unterschiedlichen Blutlinien in Europa durch den Austausch von Zuchttieren zu vermischen,
– den Inzuchtkoeffizienten durch vollständiges Purging auf lange Sicht deutlich zu senken.

Geht man davon aus, dass bei Vögeln schon ab einem unverwandten Ausgangsbestand von 100-150 Tieren der Inzuchtkoeffizient mit der Zeit für den Bestand nachteilig ist (z.B. erhöhte Embryonalsterblichkeit), lässt dies für den europäischen Wallichfasanenbestand einen relativ hohen Inzuchtkoeffizienten vermuten. Schließlich stammen unsere Tiere vermutlich ursprünglich von drei Importen ab. So kamen in den 1930ern aus Kalkutta acht Paare und zu DDR-Zeiten nochmals zwei kleinere Importe über Moskau und Decin nach Europa.

Es ist unabdingbar, einen möglichst großen Bestand an Wallichfasanen aufzubauen, der möglichst reproduktiv ist. Durch genügend Nachzucht können Tiere mit für den Bestand nachteiligen Allelen durch vollständiges Purging aussortiert werden. So sinkt auf lange Sicht der Inzuchtkoeffizient und durch natürliche Gendrift wird die genetische Vielfalt auf Dauer wieder erhöht.
Auf diese Weise und durch das Vermischen der leider relativ nah verwandten Blutlinien sollte es uns möglich sein, einen großen und weiterhin reproduktiven Bestand von Wallichfasanen in Europa für die Zukunft aufzubauen.

Der Wallichfasan ist ein ungemein interessanter, uriger und schöner Vogel, der unsere Aufmerksamkeit und Bemühungen verdient. Wir sollten Alles für den Erhalt dieser Art unternehmen.

Sollten Sie Interesse haben, beim Erhalt der Wallichfasanen in menschlicher Obhut mitzuhelfen, sind Sie in der Fokusgruppe bestens aufgehoben.

Bei Fragen jeglicher Art steht Ihnen die Fokusgruppe für Wallichfasanen jederzeit mit Freude zur Verfügung. Wir freuen uns auf Sie!

Florian Preiß

FOKUSGRUPPE TRAGOPANE

Ansprechpartner: Willy Tieleman

Die Fokusgruppe Tragopane befasst sich mit …

Informationen zu den Tragopanen

Vorkommen / bekannte Arten bzw. Unterarten / Zuchterfolge / Bestände / Projekte / ..

FOKUSGRUPPE FELDHÜHNER

Ansprechpartner: Marc Ovelgönne, An der Mühle 13, 49610 Quakenbrück  /  Email: marc.ovelgoenne@online.de

Die Fokusgruppe Feldhühner beschäftigt sich mit dem Erfassen und dem Erhalt der Bestände von altweltlichen Feldhühner (Perdicinae) und neuweltlichen Zahnwachteln (Odontophoridae).

Informationen zu den Feldhühnern

Im Jahre 2014 gründete sich anlässlich der Jahreshautversammlung der „World Pheasant Association“ (WPA) Sektion Deutschland e.V. die Fokusgruppe Feldhühner, um die Arten der altweltlichen Feldhühner (Perdicinae) und denen der neuweltlichen Zahnwachteln (Odontophorinae) verstärkt in den Fokus zu rücken.

Der Hintergrund der Gründung war die schwindende Zahl der verschiedenen Feldhuhn-Arten in unseren Volieren. Auch die Mutations- und Hybridisierungsproblematiken waren ausschlaggebend, führen diese doch zur Verfälschung der Erscheinungsform der Arten bzw. lasse diese für den Arterhalt unbrauchbar werden. Da im Gesamten noch immer viel Potenzial zum Erhalt verschiedener Arten und Unterarten vorhanden war, wurde es Zeit aktiv zu werden.

Im Anschluss der Gründung wurde mit dem Monitoring der Volierenbestände begonnen. Erste Bestandserhebungen ergaben, dass insgesamt 32 Arten und Unterarten innerhalb der Fokusgruppe gehalten werden. Da anzunehmen ist, dass sich noch einige weitere Arten und Unterarten in den europäischen Volieren befinden, wird die Artenvielfalt auf einen Umfang rund 50 Arten und Unterarten geschätzt. All diese Arten genau im Auge zu haben und den Rückgang einzelner früh genug feststellen zu können, stellt sicherlich eine Herausforderung dar, doch sollte dies als Ansporn gesehen werden, eben umso gewissenhafter mit den einzelnen Arten umzugehen.

Das erste große Problem bei den Feldhühnern ist der Rückgang von Arten im Allgemeinen. Einige davon, welche in den letzten Jahre noch recht häufig anzutreffen waren, sind mittlerweile zu Seltenheiten geworden. Veränderte Haltungsvoraussetzungen lassen heute allgemein akustisch auffallendere Arten seltener werden. Ferner führen reine Vermehrung und kurzfristige Haltungsabsichten zu immer wieder schwankenden Beständen einzelner Arten. Auch die fehlende Kenntnis von sich unterscheidenden Unterarten führt vielfach zu einer Abnahme der innerartlichen Vielfalt. Auch Kreuzungen verschiedener Arten in mehreren Generationen werden mitunter veräußert und finden dann einen Platz in den Anlagen von unwissenden Haltern.

Um diesen Problemen zu begegnen setzt sich die Arbeit der Fokusgruppe aus drei Säulen zusammen. Grundlegend ist die Auseinandersetzung mit den einzelnen Arten und Unterarten, z. B. durch Studieren von Bälgen. Hierdurch können Erkenntnisse gewonnen werden, anhand derer die Volierenvögel mit denen aus der Natur verglichen werden können. Die Feststellungen gilt es dann zu publizieren und der Allgemeinheit zugänglich zu machen, um die Identifikation von Kreuzungen zwischen Arten und Unterarten möglich zu machen und solchen Entwicklungen entgegen zu wirken. Als dritter Aspekt der Arbeit sollen Arten verstärkt in den Fokus gerückt werden, um diese langfristig zu erhalten. Dazu zählen sowohl in der Natur potentiell gefährdete Arten als auch reine Arten und Unterarten, denen es im Sinne des Erhalts der Artenvielfalt in unseren Volieren Beachtung zu schenken gilt.

Aktuell stehen besonders die Felsenhühnchen (Ptilipachus petrosus), Nördliche Schuppenwachtel (Callipepla squamata pallida), Braunbauch-Schuppenwachtel (Callipepla squamata castanogastris) sowie die Nördliche Haubenwachtel (Colinus cristatus cristatus) im Fokus.

Falls nun Ihr Interesse an der Haltung und dem Erhalt von den Feldhühnern geweckt wurde oder Sie schon Halter sind und die Zielsetzung der Fokusgruppe teilen, so nehmen Sie gerne mit mir Kontakt auf und werden Sie Mitglied der Fokusgruppe Feldhühner.

Marc Ovelgönne